Warum schreibe ich nicht öfters?

Wenn man jetzt einen Film sehen würde, dann beschriebe man wohl mit Bildern jene Situation:

Von weiten sieht man einen großen Komplex, Neonbuchstaben verraten den Namen eines Kinos, welches mit einer beachtlichen Menge Schnees bedeckt ist, genauso wie der Rest der Straßen. Beim Schwenken und Zoomen der Kamera von der Frontansicht auf den rechten Seitenausgang, sieht man den Schnee im Licht der orangen Straßenbeleuchtung leicht schimmern. Beim näheren Anzoomen steht ein Pärchen, eng umschlungen.

 

Sieht man das Bild vor seinem inneren Auge, denkt man sich, dies könne nur eine Szene aus einem Liebesfilm sein.

Doch mein Tag fing ganz anders an.

Wenn man weinend in dem Bett aufwacht, das man sich die Nacht mit einem Mann geteilt hat, der einem zeigt, was er empfindet und dies schon seit einiger Zeit, scheint irgendetwas nicht zu stimmen.

Also versuchte ich, so gut es geht meine Tränen zu unterdrücken, was mir auch anfangs gelang. Man siehe, es geht weiter.

Aber um den Knoten der Verwirrung zu lösen, der jetzt aufzukommen könnte, sollte ich einen Abend zurückgehen.

Oder eine Woche.

Oder einen Monat.

Oder ein Jahr.

Oder fünf Jahre.

So würde sich der Knoten so stark ineinander verfangen, dass man Alexander den Großen holen müsste, der einfach einen sauberen Schnitt hindurchfegen würde.

Der ist leider tot.

Ich denke damit ist die Verwirrung da. Aber sie war ab einem bestimmten Zeitpunkt immer da. Jedenfalls bei mir.

Um jetzt wieder auf den gewissen Morgen zurückzukommen:

Ich schmiegte mich an ihn und versuchte einfach liegen zu bleiben, aber mein Körper machte das nicht mit, da man bestimmte Notdürftigkeiten verrichten muss.
Auf dem Weg zurück ins Bett versuchte ich das Gleiche noch einmal, doch er streckte sich, stand auf, meinte es wäre Zeit für Frühstück und verschwand unten in der Küche.

Was für ein Arschloch, könnte man jetzt denken.

Also nahm ich mein Handy, machte es an und rief bei meiner Arbeitsstelle an, wo momentan alle verrückt geworden zu sein schienen.

Mit heiserer Stimme versuchte ich klarzumachen, dass ich krank wäre, morgen zum Arzt müsse, da Sonntag wohl kaum einer arbeiten würde und legte auf.

8.4.10 18:30

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(17.5.10 00:27)
Immer das Gleiche

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